
Schweizer Saisonkalender für das ganze Jahr
Der Apfel ist die beliebteste Frucht in der Schweiz: Mehr als 16 Kilo essen wir pro Jahr und Person – roh, als Saft oder getrocknet. Die Lagerfähigkeit hängt von der Sorte ab – am besten ist aber für alle ein dunkler Ort mit hoher Luftfeuchtigkeit und einer Temperatur zwischen 0 und 5 Grad. Bei Zimmertemperatur können sie rasch schlecht werden.
Aprikosen enthalten mehr Provitamin A als alle anderen Früchte. Frisch oder gekocht sind die Früchte Bestandteil von Obstsalaten, Kompotten, Konfitüren, Kuchen, destilliert als Schnaps. Die Kerne enthalten Blausäure und Erwachsene sollten deshalb nicht mehr als zwei Kerne pro Tag verzehren.
Ursprünglich aus Nordamerika stammend kommt die Aroniabeere gut mit rauem und kühlem Klima zurecht. Der Geschmack ist süsslich-herb, den meisten Menschen schmeckt sie nur verarbeitet. Sie eignet sich für Konfitüren, Säfte oder als Bestandteil von Smoothies.
Die Artischocke hat verschiedene heilende Wirkungen, sie regt den Appetit an, fördert die Verdauung und soll den Cholesterinpegel senken. Aus diesen Gründen ist sie auch häufig in Tees oder Tinkturen enthalten. Ihre zarte Bitterkeit zum Beispiel regt die Leber- und Gallenfunktion an. Allerdings ist die Produktion in der Schweiz nur sehr gering.
Die Aubergine oder Eierpflanze gibt es in verschiedenen Formen und Farben. Bei uns sind vor allem lange, dunkle, weisse und gestreifte Sorten bekannt. Nur solaninarme Sorten kannst du roh verzehren, ansonsten lieber braten, grillieren, kochen, panieren – was auch immer dein Herz verlangt. Bekannt ist das Gemüse vor allem aus der Mittelmeerküche, aber auch in asiatischen Gerichten (Thai-Aubergine). Es ist auch möglich, Auberginen als Dessert zuzubereiten: Dazu das weiche Fleisch ohne Schale in Zuckerwasser kochen.
Bärlauch ist ein echter Alleskönner. Nicht nur in der Küche ist er gern gesehener Gast. Er ist auch eine Heilpflanze, die gegen Husten, Fieber, Magen-Darm-Beschwerden und hohen Blutdruck helfen kann. Frisch gepflückt ist er am besten!
Frisch oder getrocknet kann man Basilikum fast überall in der Küche einsetzen. Besonders gut passt sein Geschmack zu Tomaten und in Pestos ist er praktisch immer enthalten. Beim Trocknen verliert sich ein Grossteil des Aromas. Zieht man Basilikum selbst, sollte man so ernten, dass in den Blattachsen neue Triebe wachsen können. Basilikum-Samen kann man ähnlich wie Chia-Samen verwenden.
Der Batavia-Salat ist eine Kreuzung aus Kopf- und Eisbergsalat. Er bleibt auch am Dressing recht lange knackig. Mit seinen roten und grünen Varianten bringt er ausserdem Farbe auf den Teller.
Die Birne schmeckt frisch, getrocknet, als Kompott eingemacht oder zu Saft verarbeitet. Tatsächlich ist vielen Apfelsäften ein kleiner Teil Birne beigemischt. Die Früchte aus dem Laden sind oft hart – damit sie besser halten, pflückt man sie vor der Vollreife. Für die Nachreife im eigenen Haushalt kann man die Birnen zusammen mit Äpfeln in der Schale lagern oder sie in einen Papiersack legen. Die Gase, die das Obst freilässt, beschleunigen den Reifungsprozess.
Vielseitig und schnell zubereitet: In rund 20 Minuten gar, kann man Blumenkohl dämpfen, braten, backen, frittieren, panieren, als Salat, als Suppe, mariniert oder auf dem Grill zubereiten. Auch roh schmeckt er köstlich, zum Beispiel in einem Gemüsedip. Ausserdem enthält er mehr Protein als andere Gemüsearten.
Der Bodenkohlrabi – auch Steckrübe genannt – war in Notzeiten mehrfach die Nahrungsreserve für einen Grossteil der Bevölkerung, weil er viele Kohlenhydrate enthält. Früher mehrheitlich als Viehfutter verwendet, fand er den Weg in die Küche. Dort eignet er sich als Gemüsebeilage oder für Eintopfgerichte.
Busch- und Stangenbohnen gehören bei uns frisch oder getrocknet auf die «Berner Platte». Dabei entspricht ein Kilo frischer Bohnen etwa 100g getrockneten – der Preis bleibt nahezu gleich. Du kannst Bohnen kochen, dörren oder einfrieren (zuvor rüsten und blanchieren). Sie eignen sich hervorragend für Wokgerichte, Gemüsesalate oder als Gemüsebeilage, in Aufläufen oder gar für auf den Grill.
Der grüne Bruder des Blumenkohls steht dem Verwandten in Sachen Proteingehalt in Nichts nach. Bei einer Portion von 250g pro Person schlägt er immerhin mit 5g Protein zu Buche. Die Verwendung ist vielfältig in Suppen, Gratins, gebraten, gedämpft – oder gar roh, zum Beispiel mit Dip. Neben den Röschen ist auch der Stamm essbar und wird von manchen Leuten sogar bevorzugt.
Die saftigen Beeren kannst du frisch geniessen oder aber in einem Kuchen, als Konfitüre/Kompott, Saft oder gar als Schnaps oder Likör. Die frischen Früchte kannst du sehr gut tiefkühlen. Brombeerblätter sind als Tee beliebt – die fermentierten Blätter kannst du als koffeinfreien Schwarztee-Ersatz trinken.
Was ein bisschen aussieht wie Löwenzahnblätter ist Catalogna und bringt eine herbe Bitterkeit in Salate und warme Gerichte. Das wirkt sich gesundheitsfördernd auf die Verdauung und die Blutgefässe aus. Zudem enthält das Kraut wichtige Minerale und Vitamine.
Das belgische Nationalgemüse kann man roh als Salat oder als Gemüse mit Dip, aber auch gedämpft, in Aufläufen oder in Quiches verwenden. Wichtig ist, dass er im Dunkeln gelagert wird, sonst verfärbt er sich grün und wird sehr bitter. Aus Chicorée-Wurzeln kann man ein kaffeeähnliches Getränk herstellen.
Der Chinakohl macht sich gerade in Wokgerichten und Eintöpfen gut – aber auch roh als Salat. Fermentiert ist er in Korea als Kimchi bekannt und kommt als Beilage zu deftigen Gerichten auf den Tisch.
Mit seiner auffälligen rot-weissen Färbung macht sich der Cicorino rosso gut in allen Salaten. Wenn man ihn in warmes Wasser einlegt, verliert er einen Teil seiner Bitterstoffe. Gerade diese können jedoch Gerichten einen angenehmen «Dreh» verleihen. Den Salat kann man auch gekocht essen, als Gemüsebeilage, in Wokgerichten oder mit Pilzen und Frischkäse zu Teigwaren.
Das sogenannte «Gurkenkraut» hat ähnliche Eigenschaften wie Fenchel oder Anis und beruhigt den Magen. Für die krampflösende Wirkung sorgen die enthaltenen ätherischen Öle. Wer das Kraut konservieren möchte, soll es lieber einfrieren als trocknen – durch die feinen Ästchen geht dabei zu viel verloren.
Der Name geht auf die Ähnlichkeit der Blätter mit der amerikanischen Eiche zurück – von ennet dem Teich stammt der Salat nämlich. In verschiedenen Farben, hauptsächlich rot und grün erhältlich, enthält dieser Salat kaum Bitterstoffe und schmeckt daher den meisten Menschen. Der Salat eignet sich auch für den Balkon: Schneidet man nur die Blätter ab und lässt den Strunk zurück, spriessen daraus neue Blätter.
Eisbergsalat hält sich im Kühlschrank bis zu zwei Wochen. Für einen raschen Salat oder als Einlage in Hamburger oder Sandwiches eignet er sich aufgrund seiner knackigen Konsistenz sehr gut. Ein praktischer Fast Food ist der Eisbergsalat, weil man ihn nicht waschen muss. Seinen Namen erhielt er, weil er in Kisten mit Eis zu den Märkten transportiert wurde.
Meist roh als Salat verzehrt, kann man Endivie jedoch auch warm wie Spinat zubereiten. Glatte und gekrauste (Frisée) Varianten sorgen optisch für mehr Vielfalt auf dem Teller.
Grüne Erbsen wachsen in einer Hülse. Ohne diese sind sie nicht lange haltbar und verlieren an Geschmack. Manchmal kann man sie mit Hülse kaufen, dann ist es jedoch aufwändig, sie auszuhülsen. In der Schweiz sind sie im Juni und Juli erntereif, man kann sie jedoch ganzjährig als Konserve/tiefgekühlt beziehen.
Botanisch gesehen ist die Erdbeere keine Beere, sondern eine Sammelfrucht. Die Verwendung ist jedoch die einer Beere: frisch im Obstsalat, als Dessert mit Rahm oder Eis, als Kompott oder Coulis oder gar als Zutat für herzhafte Speisen, zum Beispiel in einem Spargel-Erdbeer-Salat. Getrocknet stellen sie einen tollen Pausensnack dar.
Wichtig ist, die Erdbeeren erst kurz vor dem Verzehr zu waschen. Sie sind ohnehin nicht lange haltbar, gewaschen halten sie sich noch weniger lang.
Mit seinem leichten Anisaroma eignet sich der Estragon zur Aromatisierung von Essig, Senf oder eingelegten Gurken, zu Geflügel, Reis oder gekochtem Fisch. Estragon gehört in die klassische französische Kräutermischung «fines herbes».
Federkohl hat es als «Kale» in die Foodtrends geschafft. Man pflückt die einzelnen Blätter vom Stängel. Diese kannst du mit Salz und etwas Öl im Ofen zu Chips backen, als Gemüsebeilage, in Suppen, Eintöpfen oder zu Smoothies verarbeiten. Da Federkohl beim Kochen zusammenfällt, solltest du lieber etwas mehr kaufen.
Feigen kennen wir hauptsächlich frisch oder getrocknet. Frische Feigen sind nur beschränkt haltbar: im Gemüsefach des Kühlschranks, ohne direkten Kontakt zueinander, kann man sie einige Tage aufbewahren. Feigen gedeihen auch in der Schweiz gut, allerdings brauchen sie viel Sonne und Wärme. An einer nach Südseite ausgerichteten Hauswand wachsen sie gut. Beim Kauf solltest du darauf achten, einen weiblichen und einen männlichen Baum anzupflanzen, sonst gibt’s keine Früchte.
Roh in Salaten oder als Dip-Gemüse sowie gekocht in Suppen, Aufläufen oder als gedünstetes Gemüse kennen wir den Fenchel gut. Die Fenchelfrüchte («Samen») kann man wie Anis verwenden. Als Tee wirken sie verdauungsfördernd und beruhigen den Magen bei Völlegefühl. Auch den Pollen kann man als Gewürz verwenden. Er schmeckt sehr süss und ist aufgrund der aufwändigen Produktion eher teuer.
Flower sprouts oder «Kalettes» sind eine Kreuzung aus Rosenkohl und Federkohl, die erst 2010 in England auf den Markt kam. Der Geschmack ist dezent und leicht nussig. Sie sind das einzige Gemüse, das auch im Winterhalbjahr frisch vom Feld geerntet wird.
Die kleinen roten Goji-Beeren gelten als Superfood, weil sie wertvolle sekundäre Pflanzennährstoffe und viele Antioxidantien sowie Eisen enthalten. In der Schweiz bauen nur wenige Betriebe Goji-Beeren an. Mit ihrem süsslichen Geschmack ergänzen sie Müesli oder Salate, ergänzen aber als Konfitüre auch Fleischgerichte.
Die Heilpflanze eignet sich zur frischen oder getrockneten Zubereitung von Tees, zum Aromatisieren von Obstsalat oder als Garnitur. Sie soll bei Menstruationsbeschwerden helfen, sowie zur Beruhigung bei Blähungen oder anderen Magenleiden.
Die Gurke kennen wir als Bestandteil von Salaten, als Dip-Gemüse oder als kleinere Varianten in Essig oder süss-sauer eingelegt. In der asiatischen Küche werden sie auch gekocht verzehrt. Viele Menschen schälen und entkernen das Gemüse – das ist in der Regel nicht nötig. In der Schale sitzen auch beachtliche Mengen an Mineralien und Vitaminen sowie Ballaststoffe. Ausserdem gibt es weniger Food Waste.
Wir kennen Hagebutten vor allem zu Konfitüre verarbeitet, man kann sie jedoch auch frisch geniessen. Dazu die Nüsschen im Innern entfernen. Man sollte sie vor dem ersten Frost ernten, danach werden sie mehlig, sind aber noch geniessbar. Als Heilpflanze (Hagebuttensamen oder Schalen) wird sie wegen ihres hohen Vitamin-C-Gehalts für beginnende Erkältungen geschätzt.
Heidelbeeren eignen sich frisch, zu Kompott oder Konfitüre gekocht, in Smoothies oder als Saft. Getrocknet kann man sie in der Apotheke kaufen. Die Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, gerade bei Entzündungen im Mundraum (Gurgeln mit Tee oder verdünntem Saft) und bei Verdauungsstörungen. Die Antioxidantien machen die Beere ausserdem zu einem einheimischen Superfood.
Die Herbstrübe ist besser bekannt als Räbe und wird für den «Räbeliechtli»-Umzug verwendet. Früher wurden die Rüben geschnitzt und dienten als Beleuchtung für den Weg ins Dorf zum Erntedank-Gottesdienst. Daraus entstand der heute bekannte «Räbeliechtli»-Umzug. Idealerweise verarbeitet man die beim Schnitzen entfernten Räben-Teile mit weiterem Gemüse zu einer Suppe, die nach dem Umzug wärmt.
Während wir die Himbeere vor allem frisch, als Saft oder Konfitüre verzehren, hat sie auch als Heilpflanze Bedeutung. Die enthaltenen Vitamin C, Kalium und Fruchtsäuren sollen die Abwehrkräfte und die Wundheilung fördern. Himbeerblättertee kann sich regulierend auf den weiblichen Zyklus auswirken sowie bei Menstruationsbeschwerden und vorhandenem PMS helfen.
Sirup aus Blüten oder Beeren, Kompott oder Saft: Man kann den Holunder vielseitig einsetzen. Die Blütenstände kann man auch im Teig ausbacken. Das Beste daran? Holundersträucher findet man oft an Waldränder und kann sich dort zurückhaltend bedienen. Tee aus den Blüten kann einer beginnenden Erkältung entgegenwirken.
Die Johannisbeere gibt es als rote und weisse Variante. Der hohe Säuregehalt macht die Zugabe von Zucker fast unerlässlich. Frisch, als Kuchen verbacken (z. B. meringuiert) mit oder als Kompott lässt sie sich gut geniessen.
Die Heilpflanze kommt vor allem bei Magen- und Darmbeschwerden sowie bei Entzündungen zum Einsatz als Tee. Sie findet auch Verwendung als Bestandteil von Salben oder als Öl.
In der Genferseeregion ist Kardy ein traditionelles Gemüse und gehört in die Weihnachts- und Silvesterzeit. Auch als «Gemüseartischocke» bezeichnet, verpackt man die geernteten Pflanzenteile in dunkle Plastikfolien zum Bleichen. Man verzehrt die Blattstiele sowie manchmal die Blätter. Der Geschmack ist leicht bitter und ähnelt der Artischocke. In der Westschweiz findet man Kardy auch in Gläsern oder Dosen konserviert.
Das beliebteste Gemüse der Schweiz, das «Rüebli», eignet sich roh für Salate und Snacks, als Gemüsebeilage und selbst in süssen Kreationen (Rüeblitorte). Für die Lagerung solltest du den Plastiksack entfernen, sie in ein feuchtes Tuch einwickeln und ins Gemüsefach des Kühlschranks legen. Kaufst du die Rüebli ungewaschen, solltest du sie so lagern und erst vor dem Verzehr waschen.
Als eines der wichtigsten Lebensmittel haben Kartoffeln einen festen Platz in unserer Ernährung. In Europa gibt es sie seit dem 16. Jahrhundert. Wir nutzen sie gekocht, gebraten, fritiert, in Aufläufen sowie zur Herstellung von Stärke und Alkohol. Roh sollte man die Knollen nur in kleinen Mengen verzehren, da der giftige Solaningehalt sonst zu Erbrechen, Übelkeit und Durchfall führen können.
Die Kefe ist eine Art Erbse, bei der die runden Erbsensamen noch nicht richtig entwickelt sind. Deshalb essen wir hier die Hülse mit – entweder roh oder gedämpft. Dabei solltest du sie nicht zu lange dämpfen, sonst werden sie matschig. Mit ihrem süssen, zarten Geschmack ist sie eine echte Delikatesse. Beim Rüsten ist auf das Abziehen der Fäden zu achten, sonst wird’s beim Essen unangenehm.
Als Beilage mit Kohlenhydraten und Proteinen ist die Kichererbse vielerorts ein Grundnahrungsmittel. Man kauft sie eingeweicht oder getrocknet – dann muss man sie vor dem Kochen einweichen. Man kann sie geröstet wie Nüsse verzehren, zu unterschiedlichen Pasten verarbeitet (z. B. Hummus), in Eintöpfe, Salaten und als Mehl. Der Name leitet sich vom lateinischen Namen «Cicer» ab, kann sich aber auch auf das Geräusch beziehen, das die Kichererbsen beim Einweichen machen.
Wenns Kirschen gibt, ist der Sommer da. Reich an sekundären Pflanzenstoffen wirken sie gegen Entzündungen und können bei Bluthochdruck, Gicht und Demenz helfen. Wir geniessen sie frisch, zu Kompott oder Konfitüre gekocht sowie als Saft. Die Sauerkirsche (Weichsel) eignet sich zur Verarbeitung ebenfalls hervorragend, mit ihrem Säuregehalt wird sie zu einer delikaten Konfitüre oder einem Sirup.
Kiwi wachsen auch in der Schweiz! Die Lianenpflanzen benötigen eine Rankhilfe, an der sie wachsen können sowie einen hellen, warmen und windgeschützten Standort und genügend Wasser. Aufbewahren kannst du Kiwis an einem kühlen, dunklen und trockenen Standort und mit Abstand zwischen den Früchten.
Knoblauch stärkt das Immunsystem und hilft gegen Erkältungen. Bei uns kennt man ihn als Würze, in südlichen Ländern auch als Gemüse. Der typische Knoblauch-Geruch entsteht, sobald man die Zehen zerkleinert. Gegen den lästigen Mundgeruch nach dem Verzehr kann helfen: rohe Äpfel essen, frische Kräuter wie Petersilie, Salbei oder Minze kauen, Zitronenscheiben, ein Glas Milch oder einen Grüntee trinken.
Der süssliche, scharf würzige Geschmack des Knollenselleries entsteht durch die enthaltenen ätherischen Öle. Wir nutzen die Knolle roh, als Saft, gekocht, frittiert, gedämpft, gebacken, in Eintöpfen, Suppen oder als Saucenbasis. Die Vitamine und Mineralstoffe helfen durch den Winter – der Verzehr kann ausserdem stimmungsaufhellend, beruhigend und entschlackend wirken.
Ob roh oder gekocht, als Beilage, Püree oder Suppe – der Kohlrabi ist vielseitig einsetzbar. Als junges Gemüse ist es herrlich zart und kann gut roh verzehrt werden. Ist es schon älter, eignet sich eine gekochte Zubereitung besser. Und übrigens: Die Blätter kann man fein geschnitten in einen Salat oder eine Suppe geben oder als Spinat zubereiten.
Obwohl man Kopfsalat theoretisch auch kochen kann, kennen wir ihn als «den» Salat schlechthin. Sein dezenter Geschmack mundet den meisten Menschen. Er ist eher weich denn knackig, deshalb solltest du ihn erst möglichst kurz vor dem Essen mit dem Dressing vermischen.
Ob man Koriander liebt oder ihn als nach Seife schmeckend wahrnimmt, hat genetische Gründe. Es ist also nicht eine Frage des Geschmacks! Asiatisch angehauchten Gerichten verleiht er als Gewürz einen typischen Geschmack. Auch die Wurzeln kann man verwenden, fein geschnitten als Zugabe zu Wok-Gerichten oder Aufläufen. Koriander-Früchte («Samen») ist bei uns als Gewürz bekannt, gerade als Bestandteil von Lebkuchengewürz.
Krautstiel enthält viel Vitamin C, Kalzium und Eiweiss. Man kann das Gemüse komplett verwenden oder auch getrennt: die grünen Blattteile als Spinat und die weissen Stängel für leichten Biss in Eintöpfen oder Aufläufen. Die Zugabe von Milch kann helfen, die Säure zu neutralisieren.
Pflegeleicht und unkompliziert ist die Kresse. Nicht mal Erde braucht sie zum Gedeihen. Die Kresse kann auch auf Watte keimen. Mit Licht und Wasser kriegt sie genügend Nährstoffe, um zu wachsen. Roh oder gegart verleiht Kresse den Gerichten eine würzige Schärfe. Als selbst gezogene Keimlinge (nach ca. 7 Tagen) sind sie gerade im Spätwinter eine interessante Zugabe, wenn es einen nach frischem Grün gelüstet.
Eine feine Kürbissuppe wärmt einen an einem der ersten nass-kalten Herbsttage. Etwa 15 Sorten sind bei uns bekannt – sie unterscheiden sich in der Intensität des Geschmacks, in der Farbe und in der Frage, ob man die Schale mitkochen kann oder nicht. Die Verwendung ist vielseitig, im Ofen, als Bestandteil von Suppen und Aufläufen, in Gemüsewähen, gedämpft als Gemüsebeilage etc. Für den Rohverzehr kommen nur wenige Sorten in Frage. Übrigens: Reife Kürbisse erkennt man mit der Klopfprobe: Er sollte hohl und dumpf klingen, dann ist er perfekt.
Den leicht süsslichen, würzig-frischen Lattich kann man roh oder gedämpft, gratiniert etc. verwenden. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält er sich bis zu einer Woche. Ausserdem kann man ihn tiefkühlen, am besten blanchiert.
Lauch bringt Farbe und Biss in Suppen, Aufläufe oder Quiches. Man kann ihn gut anstelle von Zwiebeln verwenden – wie diese kann er auch zu Blähungen führen. Die grünen Abschnitte sind herber und bringen mehr Rohfaser und Vitamine ins Menu.
Der Liebstöckel wird umgangssprachlich auch gerne Maggikraut genannt. Offenbar soll sie ähnlich schmecken wie das Maggi-Gewürz, das wiederum selbst allerdings keinen Liebstöckel enthält. Liebstöckel eignet sich für die warme und kalte Küche, zum Verfeinern von Salaten, Saucen, Suppen oder Eintöpfen.
Sie sind nahrhaft, vitaminreich, leicht verdaulich und in gelb, rot, grün oder schwarz erhältlich. Ausserdem enthalten sie 25 bis 30g Protein auf 100g, was sie zu einem wichtigen Lebensmittel in der vegetarischen und veganen Küche macht. Sie benötigen weniger oder keine Einweichzeit und bringen eine sämige Konsistenz in Suppen, Aufläufe und Eintöpfe.
Der Lollo bringt mit seinen roten und grünen Varianten Farbe und mit den gekrausten Blättern Struktur in Salate, man kann ihn aber auch kochen. Zieht man ihn selbst auf dem Balkon, kann man ihn wie Schnittsalat schneiden, so dass stetig neue Blätter nachwachsen.
Mit ähnlich hohem Proteingehalt wie die Sojabohne (ca. 40%) ist die Lupine aber deutlich weniger bekannt. Die runden Früchte eigenen sich getrocknet oder eingelegt für die Verwendung wie Kichererbsen. Geröstet und gemahlen ergeben sie ausserdem einen feinen Kaffee.
Reich an verschiedenen Vitaminen, Mineralstoffen und Proteinen, sollte man die Mairübe aus Geschmacksgründen dünsten oder braten. Die Blätter kann man wie Spinat zubereiten, auch die Stängel kann man essen.
Die Kräuterpflanze enthält viele ätherische Öle. Frisch oder getrocknet passen sie gut zu Kartoffelgerichten, Suppen, Saucen, Fleisch und Hülsenfrüchten. In ein leicht feuchtes Küchentuch gewickelt, kann man ihn einige Tage im Kühlschrank aufbewahren. Zum Trocknen bindest du ihn einfach zu einem Strauss und hängst ihn an einem schattigen Ort auf.
Reife Melonen sind wundervoll – nur, wie erkennt man das? Klopfe mit einem Finger leicht auf eine Wassermelone und halte sie gleichzeitig ans Ohr. Klingt das Geräusch tief und schwingend, ist sie reif. Ausserdem sollte sich die Melone schwer anfühlen im Verhältnis zu ihrer Grösse. Netz- und Honigmelonen sollten einen angenehmen, fruchtigen Geruch haben. Lässt sich die Oberfläche leicht eindrücken, ist die Melone reif.
Mit ihrem süss-säuerlichen Geschmack und ihrem hohen Vitamingehalt (mehr als Zitronen!) sind Mini-Kiwi eine tolle Ergänzung für Müesli, Desserts oder als Snack. Da sie im Herbst abreifen, verlängern sie die Beeren-Saison entsprechend. Man kann die kleinen Früchte gut ungeschält essen.
Die Mirabelle ist eine Unterart der Pflaume und enthält viele wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente. Verglichen mit anderen Früchten enthalten sie ziemlich viel Fruchtzucker. Da die Früchte sehr empfindlich sind, kann man sie nur selten im Supermarkt kaufen. In einem Gefrierbeutel im Kühlschrank halten sie sich einige Tage. Man kann sie frisch geniessen, in einem Kuchen oder zu Kompott verarbeiten.
Die Nektarine hat sich aus dem Pfirsich entwickelt. Die glatte Haut ist ein rezessives genetisches Merkmal – beide Eltern müssen es also tragen, damit es sich ausprägt. Daher kann es vorkommen, dass Nektarinen an Pfirsichbäumen wachsen. Am besten bewahrst du Nektarinen an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort auf. Man kann sie auch im Kühlschrank lagern, durch die Kälte verlieren sie jedoch an Geschmack.
Nüsslisalat wächst im kühleren Winterhalbjahr in Folientunneln oder auf freiem Feld. Wegen der aufwändigen Handernte ist er so teuer. Den Namen soll er von seinem nussigen Geschmack haben. Anderswo wird er jedoch Feldsalat, Ackersalat oder Vogerlsalat genannt. Oder natürlich Rapunzel, nach dem Märchen: Ein Mann holt seiner schwangeren Frau den geliebten Salat – nur leider aus dem verbotenen Garten der Hexe. Als diese es merkt, zieht sie das Neugeborene ein, es wächst in einem Turm auf.
In der Mittelmeerküche ist Oregano ein wichtiges Gewürz. Er passt gut zu Omeletts, italienischen Gerichten, Tomaten, Lamm oder Aufläufen. Auch ins Chili con Carne gehört er. In Albanien trinkt man Oregano als Tee. Als Heilpflanze soll Oregano bei krampfartigen Magen- und Darmbeschwerden helfen.
Der Pak-Choi ist mit dem Chinakohl verwandt. Er lässt sich wie Spinat oder Krautstiel zubereiten. Das Gemüse enthält viel Feuchtigkeit, deshalb sollte man es möglichst frisch verarbeiten. Gerade in Wok-Eintöpfen kommt sein Geschmack gut zur Geltung.
Den Palmkohl mit seinem milden Geschmack kann man für Salate oder als Gemüsebeilage verwenden. Kurz blanchiert, kann man ihn gut einfrieren. Er gedeiht gut in Kübeln, so dass du ihn auch auf dem Balkon ziehen kannst.
Das Wurzelgemüse war in Europa lange Zeit ein wichtiges Grundnahrungsmittel, wurde jedoch dann von Karotten und Kartoffeln verdrängt. Man kann sie gebraten, gedämpft, als Gemüsebeilage oder als Suppe geniessen. Wegen ihres geringen Nitratgehalts wird pürierte Pastinake besonders für Kleinkinder empfohlen.
Der Patisson oder die «Bischofsmütze» gehört zu den Kürbissen, die man mit der Schale essen kann. Er eignet sich für gebratene, gedämpfte, pürierte Verwendung. Besonders schmeckt ein Auflauf mit Salbei-Butter.
Peperoni enthalten mehr Vitamin C als jedes andere Gemüse. Pro Jahr verzehren wir in der Schweiz über fünf Kilogramm der grünen, gelben oder roten Gemüsesorte. Man kann sie roh, gedämpft, grilliert oder püriert essen. Du solltest sie nicht im Kühlschrank lagern, sondern an einem dunklen, schattigen Ort, z. B. im Keller. Grüne Peperoni sind tatsächlich unreif, sie werden erst später gelb, orange oder rot. Dennoch kann man sie essen, sie hat einen herberen Geschmack, während die rot/gelb/orangen Varianten eher süss sind.
«Peterli» gibt es als glatte oder gekrauste Variante. Letztere bringt eine interessante Textur in Gerichte. Man sollte das Gewürz nur kurz erhitzen oder noch besser roh zugeben, da es sonst seinen Geschmack verliert. Dasselbe passiert beim Trocknen.
Die Petersilienwurzel lässt sich leicht mit der Pastinake verwechseln. Geschmack und Konsistenz unterscheiden sich jedoch – die Petersilienwurzel schmeckt nach Petersilie und hat ein festeres Fruchtfleisch, das beim Kochen nicht so rasch zerfällt wie die Pastinake. Hast du schon mal eine Petersilienwurzelsuppe mit Weisswein und Käse probiert?
Die Heil- und Gewürzpflanze enthält Menthol, das ihr auch den charakteristischen Geschmack verleiht. Wir kennen sie vor allem als Bestandteil von Tees oder Süssigkeiten. Es gibt jedoch auch Verwendungen als Likör oder Öl. Pfefferminze kannst du trocknen oder einfrieren. Im Kühlschrank hält sie sich, als Sträusschen eingestellt in einem Glas Wasser oder in ein leicht feuchtes Papiertuch gewickelt in einem Plastiksack für einige Tage.
Meistens essen wir Pfirsiche frisch. Wir kennen sie jedoch auch aus Obstkonserven, in südlichen Ländern gerne auch als Konfitüre. Aus den Kernen kann man Persipan herstellen (ähnlich wie Marzipan). Bei Zimmertemperatur reifen sie nach. Sie sollten sich dabei nicht berühren. Wasch sie erst, bevor du sie isst. Im Gemüsefach des Kühlschranks oder im Keller kann man sie auch einige Tage lagern.
Die Pflanzen enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Am besten frisch gepflückt und direkt verzehrt: Junge Blätter bringen einen leicht säuerlichen, salzigen, nussigen Geschmack mit. Weil man ihn selbst zieht, eignet er sich als frisches Grün im Spätwinter.
Die mit der Heidelbeere verwandte Preiselbeere hat einen säuerlichen Geschmack und wird als Beilage zu Wildgerichten geschätzt. Im Anbau wird sie nach und nach von der «Amerikanischen Moosbeere» (Cranberry, sogenannte Kulturpreiselbeere) verdrängt.
Das Scheingetreide Quinoa erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Scheingetreide deswegen, weil es botanisch gesehen kein Getreide ist, aber wie ein solches verwendet werden kann: geröstet, gemahlen, verbacken oder als Kohlenhydratbeilage wie Trockenreis oder Risotto. Die meisten Quinoa-Sorten sind glutenfrei. Es enthält ausserdem alle neun essenziellen Aminosäuren, viele essenzielle Fettsäuren sowie sehr viel Eisen und Magnesium.
Zu Konfi verarbeitet kennt man die Quitte hierzulande hauptsächlich, doch sie kann auch als Hautpflegemittel eingesetzt werden. In Salben oder Cremes helfen Quittensamen bei rissiger Haut und rissigen Lippen, wunden Brustwarzen oder leichten Verbrennungen.
Die würzig-scharfen Radiesli peppen jeden Salat auf mit ihrer rot-weissen Färbung. Sie sind ein typisches Frühlingsgemüse, haben allerdings fast das ganze Jahr Saison. Die Blätter kann man ebenfalls in den Salat oder in die Suppe geben.
Das kohlenhydrathaltige Gemüse ist ein klassisches Wintergemüse und bringt Vitamine und Nährstoffe in die kalte Jahreszeit. Ob roh oder gekocht als Salat oder gedämpftes Gemüse bringt die Rande Farbe in jedes Gericht. Gekochte Randen kann man gut unter kaltem Wasser reiben, so dass sich der Grossteil der Haut von selbst löst.
Als rohe oder gedämpfte bzw. gekochte Zubereitung bringt der Rettich eine gewisse Schärfe in die Gerichte. Je älter das Gemüse, desto stärker ist die Schärfe. Bei Husten soll er schleim- und krampflösend wirken. Interessanterweise ist der Meerrettich nicht mit dem hiesigen Rettich verwandt.
Mit ihrer kurzen Saison im Frühsommer gilt es, das Gute aus diesem Gemüse herauszuholen. Gemüse? Tatsächlich wird Rhabarber zum Beispiel im Iran in deftigen Eintöpfen verarbeitet. Hierzulande kennen wir sie vor allem als Bestandteil von Kompotten, Kuchen, Konfitüren oder als Saft.
Das Gemüse schmeckt wie eine Mischung aus Broccoli und Blumenkohl. Je länger man ihn kocht, desto stärker kommt das Kohlaroma zum Vorschein. Im Gemüsefach des Kühlschranks kann man ihn einige Tage lagern. Beim Kochen halten die Röschen zusammen und fallen nicht auseinander. Man kann Romanesco jedoch auch roh essen.
Der kohlig, leicht bitter schmeckende Rosenkohl hat definitiv seine Fans. Er schmeckt als Salat, als Gemüsebeilage und lässt sich gut einfrieren (rüsten und blanchieren). Er hält in ein feuchtes Tuch gewickelt im Gemüsefach des Kühlschranks bis zu einer Woche.
Rosmarin ist ein wichtiges Gewürz in der mediterranen Küche und Bestandteil der «Herbs de Provence». Als klassisches Grillgewürz passt er zu Fleisch, Fisch, Zucchetti, Kartoffeln und Teigwaren. Als Heilkraut hat er vielfältige Wirkung, zum Beispiel fördert er als Badezusatz das Verheilen von Wunden. Als Tee solle er galle- und harntreibend wirken.
Klassisch gehört Rotkabis mit Kastanien auf einen Wildteller. Gibt man Essig oder Äpfel beim Kochen dazu, erhält sich die rote Farbe besser. Im Gegensatz zu seinem weissen Bruder hat Rotkabis viel mehr Vitamin C, Mineralstoffe und Ballaststoffe.
Die bei uns als «Rucola» bekannte Rauke nutzen wir hauptsächlich als rohe Zugabe zu Salaten, Pizzen oder Teigwarengerichten. Junge Blätter schmecken dezent nussig, ältere intensiv und scharf.
Das rote Gold ist eines der teuersten Gewürze der Welt. Kein Wunder wird Safran weltweit häufig mit einem Kurkuma-Gemisch gefälscht. Aus diesem Grund gibt es internationale Qualitätskriterien nach ISO-Standard 3632, auf die sich die Konsumentinnen und Konsumenten verlassen können. In der Schweiz wächst Safran im Walliser Bergort Mund.
Da das Heilkraut verdauungsfördernd wirkt, kommt es oft in schweren Speisen zum Einsatz, zum Beispiel in Salbei-Butter. Man kann die frischen Blätter roh, überbrüht oder eingelegt essen, als Gurgellösung können sie bei Verletzungen im Mundraum sowie bei Halsschmerzen unterstützen.
Die Schalotte bringt einen süsslicheren Geschmack mit als die normale Zwiebel. An einem kühlen, dunklen Ort kannst du sie mehrere Monate aufbewahren. Roh und gekocht würzt sie Salate und Fleischgerichte, Suppen, Eintöpfe oder Saucen.
Von dem Küchengewürz verwendet man nur die oberirdischen Röhrenblätter, frisch in Salaten, Suppen, Eigerichten oder in Mayonnaise. Man kann ihn gut einfrieren, wegen des geringen Aromas lieber nicht trocknen.
Schwarzwurzeln kann man ähnlich wie Spargel zubereiten. Die Schale kannst du beim rohen Gemüse mit einem Sparschäler abziehen oder es in Salzwasser kochen. Dabei solltest du Handschuhe tragen, denn der austretende Saft verfärbt die Hände. Auch die geschälten Wurzeln verfärben sich, deshalb rasch in Zitronenwasser einlegen. Das Gemüse enthält wichtige Mineralstoffe und Vitamine und ist leicht verdaulich.
Soja ist der Rohstoff hinter dem Tofu. Aber auch andere Zubereitungen, gerade für die vegetarische oder vegane Küche sind beliebt. Als «Edamame» kennen wir sie ausserdem als gesalzene, gedämpfte Vorspeise aus dem Asia-Restaurant. Von der weltweiten Produktion landet nur ein kleiner Teil in den Mägen von Menschen. Der Grossteil wird als Viehfutter verwendet, denn der Proteinanteil ist sehr hoch.
Grün- und Weissspargeln haben nur kurz im Frühsommer Saison. Das Gemüse kann man kochen, braten, dämpfen und macht sich auch gut auf dem Grill. Am besten verzehrt man sie rasch – im Kühlschrank halten sie sich einige Tage (die «Füsse» in ein feuchtes Tuch gewickelt). Der hohe Preis des Gemüses stammt daher, dass man die Pflanze erst im dritten Jahr ernten kann. Grüner Spargel schmeckt kräftiger und enthält mehr Vitamine und Mineralien als Weissspargel.
Das Blattgemüse findet Verwendung in Suppen, Eintöpfen oder Quiches. Man kann ihn einige Tage im Kühlschrank aufbewahren – vor dem Einfrieren sollte man ihn kurz blanchieren. Grüne, feste und saftige Blätter zeigen, dass der Spinat frisch ist.
Der Spitzkohl weist einen dezenteren und feineren Geschmack auf als der Weisskohl. Er ist der Kohl mit der frühesten Erntezeit. Man kann ihn wie Wirz oder Weisskohl verwenden, er braucht jedoch eine kürzere Garzeit.
Stachelbeeren bringen einen süsslich-sauren Geschmack mit sich. Du kannst sie roh, als Kompott, in einem Kuchen, als Marmelade oder als Schnaps konsumieren. Im Kühlschrank sind sie etwa zwei Wochen haltbar.
Als Teil von Rohkostgemüse mit Dip macht sich der Stangensellerie gut. Aber auch in Suppen und Salate bringt er sich mit seinem würzigen Geschmack gut ein. Im Kühlschrank bleibt er bis zu zwei Wochen frisch, blanchiert und eingefroren mehrere Monate.
Die Süsskartoffel ist botanisch keine Kartoffel, kann jedoch ähnlich zubereitet werden. Die Schale kann man essen. An einem kühlen und dunklen Ort kannst du sie bis zwei Wochen lagern. Für den Rohverzehr sollte man Sorten mit einem niedrigen Blausäuregehalt nehmen. Süsskartoffeln kannst du kochen, backen, frittieren oder braten. Die Blätter kann man wie Spinat zubereiten.
Während wir vor allem die runden, roten Tomaten kennen, gibt es über 3200 Sorten in verschiedenen Farben und Formen. Man kann sie roh essen, kochen, braten oder trocknen und einlegen. Obwohl sie botanisch eine Frucht sind, verwenden wir sie nur in salzigen Gerichten. Achtung: Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank! Am besten lagert man sie bei 12-16 Grad, an einem dunklen Ort mit eher hoher Luftfeuchtigkeit (z. B. im Keller).
Topinamburknollen haben eine wässrige Konsistenz und erinnern geschmacklich an Artischockenböden und Süsskartoffeln. Du kannst sie roh oder gekocht verzehren. Auch Pommes kann man daraus machen! Die Knollen sollten rasch verzehrt werden, da sie nach der Ernte sofort viel Wasser verlieren.
Tafeltrauben (im Unterschied zu Weintrauben) essen wir meist frisch, sie können jedoch auch eingelegt, zu Kompott oder Konfitüre verarbeitet oder getrocknet werden (Weinbeeren, Rosinen). Vermeide Druckstellen und lagere die Trauben auf einem flachen Teller oder im Gemüsefach des Kühlschranks. Die Frucht enthält viele Kohlenhydrate und eignet sich daher z. B. als Snack vor dem Sport.
Der Mineralstoff- und Vitaminlieferant für den Winter: Weisskabis bringt Biss in (rohe) Salate und Eintöpfe. Als Sauerkraut verarbeitet hält er sich über Monate. Wichtig: Bereitet man Kohlarten roh zu, führen sie nicht zu Blähungen. Als ganzer Kopf hält er sich im Kühlschrank oder (im Winter) auf dem Balkon bis zu einigen Wochen. Dabei darf er jedoch nicht gefrieren.
Neben Vitaminen enthält Wirz auch viel Folsäure. Die gekrausten Blätter bringen eine interessante Konsistenz in Eintöpfe, Aufläufe oder als warmer Salat zubereitet. Er hat ganzjährig Saison, im Sommer kommt er aus dem Lager.
Die Zitronenmelisse eignet sich für Tees oder Sirups. Tees sollen beruhigend und verdauungsfördernd wirken. Melissenblätter haben eine antimikrobielle und antivirale Wirkung, deshalb sind sie oft Bestandteil von Salben gegen Fieberbläschen.
Das klassische Sommergemüse kann man roh essen, meist wird es jedoch gebraten, grilliert oder gekocht. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält es sich bis zu einer Woche. Wenn man sie erst nach dem Kochen salzt, bleiben sie knackig. Varianten in gelb oder gestreift bringen Farbe in ein Gericht. Auch die Blüten kann man essen, zum Beispiel frittiert.
Kurz ins warme Wasser einlegen, so verliert der Zuckerhut einen Teil seiner Bitterstoffe. Der Wintersalat lässt sich gut mit Früchten und Nüssen kombinieren. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält er sich gut für eine Woche.
Zuckermais kann man grilliert, gekocht oder roh essen – zum Beispiel in einem Salat. Die frischen, süsslichen Körner sind ein kulinarisches Highlight. Sind die Hüllblätter noch dran, hält sich der Mais gut einige Tage im Kühlschrank. Fehlen die Hüllblätter oder sind die Körner bereits ausgelöst, solltest du den Mais innert zwei Tagen verzehren.
Zwetschgen essen wir roh, zu Kompott oder Konfitüre verkocht, als Kuchen oder Trockenobst. Auch Obstbrände sind sehr verbreitet. Die dünne, wachsartige, weissliche Schicht schützt die Frucht vor dem Austrocknen. Man kann ihn vor dem Verzehr abwaschen. Eingefroren (vorher entsteinen) halten sie problemlos ein Jahr, man kann daraus hervorragende Zwetschgenwähen oder andere Kuchen backen.
Mit einer gedünsteten Zwiebel bringt man einen Schuss Vitamin C in jedes Gericht. Allerdings löst das Gemüse bei manchen Menschen Blähungen aus. Um beim Schneiden nicht weinen zu müssen, gibt es viele Tipps: Zum Beispiel soll es helfen, Messer und Zwiebeln zuerst mit kaltem Wasser abzuspülen oder einen Schluck Wasser im Mund zu haben.
Saisonkalender – was ist das?
Trauben, Auberginen, Kopfsalat, Rotkohl und mehr… Wer einkaufen geht, findet im Früchte- und Gemüseregal fast alles – und zwar zu jeder Jahreszeit. Das gibt uns Konsumentinnen und Konsumenten aber einen falschen Eindruck: denn eigentlich wachsen in der Schweiz ja nicht alle Früchte und Gemüse das ganze Jahr über. Damit wir trotzdem fast 365 Tage im Jahr von A-Z alle möglichen Früchte und Gemüse geniessen können, wird dieses oftmals in der Südhalbkugel angebaut und anschliessend eingeflogen. Das verursacht einen hohen ökologischen Fussabdruck. Wir finden:
Das muss nicht sein.
Damit du einen besseren Überblick darüber bekommst, wann welche Früchte und Gemüse in unseren Breitengraden Saison haben, kannst du ganz einfach einen Blick auf den Saisonkalender der Schweiz werfen: Im Saisonkalender siehst du beispielsweise, wann Äpfel, Gurken, Melonen & Co. in der Schweiz Saison haben. Oder du gehst anders vor und schaust spezifisch nach, welche Früchte und Gemüse aktuell gerade Saison haben.
Du wirst sehen: Regionale und saisonale Früchte und Gemüse schonen nicht nur dein Portemonnaie, sondern schmecken auch besser.
Saisonkalender – oder warum
regional und saisonal einkaufen?
Warum sollte man sich an den Saisonkalender halten und Gemüse und Früchte aus der Region wählen? Es gibt mehrere Gründe, die
dafür sprechen: Regionale und saisonale Ernährung ist umweltschonender, was die Energie- und CO2-Bilanz betrifft. Gemüse und Früchte, die von Schweizer Bäuerinnen & Bauern kommen, haben kürzere Transportwege als exotische Nahrungsmittel aus aller Welt. Dadurch müssen Früchte und Gemüse auch nicht so aufwändig verpackt werden – und verursachen entsprechend weniger
Verpackungsmaterial respektive Abfall. Weiter verhinderst du übermässigen Wasserverbrauch, wenn du regional angebautes Gemüse und Früchte kaufst. Denn Früchte, die in den trockensten Gebieten der Welt angebaut werden, benötigen eine enorme Menge an Wasser, damit sie dort überhaupt wachsen und gedeihen.
Wer sich beim Einkaufen an den Saisonkalender hält und nur regionale und saisonale Produkte kauft, wird ausserdem schnell merken: regionales Gemüse und Früchte schmeckt herrlich intensiv! Hier angebautes Gemüse und Früchte kann komplett ausreifen, bevor es geerntet wird. Damit exotische Früchte und Gemüse um die halbe Welt transportiert werden können ohne zu verderben, müssen sie unreif gepflückt werden. Das wirkt sich nicht selten auf den Geschmack der Frucht oder des Gemüses aus.
Du wirst sehen: Wenn du regional und saisonal einkaufst, schonst du nicht nur unsere Natur, sondern tust auch deinem Gaumen etwas Gutes. Der Saisonkalender von «Schweizer Bäuerinnen & Bauern» hilft dir dabei.
Wann haben Schweizer Früchte Saison?
Wer täglich frische Früchte isst, tut seiner Gesundheit einen Gefallen. Immerhin enthalten Früchte wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Umso besser, wenn du zudem darauf achtest, diese saisonal und regional zu kaufen. Warum saisonale Früchte besser sind? Das erfährst du hier.
Wann ist Früchtesaison?
DIE Früchtesaison gibt es nicht. In der Schweiz wachsen im Frühling zum Beispiel Früchte wie Erdbeeren oder Rhabarber, während uns der Sommer kulinarisch mit Melonen, Brombeeren und Nektarinen verwöhnt. Im Herbst liegen nicht selten Trauben, Quitten und Birnen im saisonalen Früchtekorb und im Winter bringen uns Kiwi, Äpfel und Birnen – wahre saisonale Vitaminbomben – durch die kalten Tage.
Lust auf Kirschen? Schaue auf unserem Saisonkalender nach, wann welche Frucht Saison hat. Oder informiere dich gezielt, was im Moment gerade Saison hat – und dementsprechend bei deinem nächsten Einkauf im Einkaufswagen landet.