Rindvieh
Die Schweiz ist das Ursprungsland des Braunviehs. Das Original Braunvieh ist eine originale Schweizer Kuh und eine Zweinutzungsrasse. Das bedeutet, dass sie sich für die Milch– und für die Fleischproduktion eignen. Im 18. und 19. Jahrhundert exportierte die Schweiz Braunvieh in die USA. Dort entstand die Rasse Brown Swiss. Heute ist das meiste Braunvieh in der Schweiz eine Wiedereinkreuzung mit Brown-Swiss-Genetik aus den USA. Der Grund ist deren höhere Milchleistung.

Holstein
Holstein-Kühe haben ein schwarz-weisses Fell und geben besonders viel Milch. Sie sind weltweit eine der wichtigsten Milchrassen. Bei uns auch sehr verbreitet ist die rot-weisse Version, die Red Holstein heisst. Die Rasse hat ihre Ursprünge in den USA, wo aus Europa eingewanderte Farmer Kühe aus Friesland oder Holstein weiterzüchteten.

Swiss Fleckvieh
Swiss Fleckvieh ist eine rot-weiss-gefleckte Kreuzung zwischen Red Holstein und Simmental. Es ist eine milchbetonte Zweinutzungsrasse.

Simmental
Die Simmentaler stammen aus dem Berner Oberland. Von dort schaffte es die Zweinutzungsrasse in die ganze Welt und ist global eine der wichtigsten Rassen. Oft wird sie dabei mit anderen Rassen gekreuzt. In der Schweiz haben wir aber noch die ursprünglichen, reinen Simmentaler. Ihr Fell ist hellrot-weiss.

Jersey-Kuh
Daneben gibt es weitere Rassen zur Milchgewinnung. Besonders hübsch ist die Jersey-Kuh mit ihrer zierlichen Statur und den schwarzumrandeten Augen. Ihre Milch enthält den höchsten Eiweissgehalt aller Milchrassen.

Mutterkuh-Haltung
In der Mutterkuh-Haltung setzen die Bauernfamilien auf Fleischrinderrassen. Die Rassenvielfalt ist grösser als bei den Milchkühen. Bekannt sind Angus, Charolais, Limousin, Eringer, Grauvieh oder das Schottische Hochlandrind. Die Fleischrassen erkennt man daran, dass sie eine kräftigere Statur aufweisen als die milchbetonten Tiere.